Liebe Freunde des Lichts,
er ist Pionier, Querdenker, Visionär, Rebell. Der Rheinländer mit Wohnsitz in Griechenland ist ebenso Autor, Psychologe, Marketing Manager, Seminarleiter, Vortragsreferent und Therapeut. Am Rande seines Vortrags „Was stützt dich von innen, wenn das Äußere wegbricht?“ in der Nürnberger Meistersingerhalle hatte ich die Gelegenheit mich mit dem im deutschsprachigen Raum derzeit wohl bekanntesten spirituellen Lebenslehrer Robert Betz zu treffen.

In einem ausführlichen Interview sprachen wir über seine Arbeit, dem Transformationsprozess der Menschheit, Partnerschaften, Beruf, 2012 und vieles mehr.

Alex Miller: Herr Betz, wie kam es dazu, dass Sie andere Menschen auf ihrem Weg des Erwachens mit Ihren Vorträgen, Seminaren, Büchern etc. begleiten? Gab es ein bestimmtes Schlüsselerlebnis?

Robert Betz: Ein bestimmtes Schlüsselerlebnis gab es nicht. Ich bin da eher hingeführt worden, habe einen bunten und dennoch normalen Lebensweg gehabt. Zuerst habe ich Industriekaufmann gelernt, bin dann übers Abendgymnasium zum Psychologiestudium gekommen und habe nach dem Studium festgestellt, dass ich den Menschen nicht wirklich helfen kann als Psychologe. Denn was an den Unis gelehrt wird, ist nicht sehr praxisnah und lösungsfördernd. Ich bin dann nach dem Studium wieder in die Wirtschaft gegangen – eine ‚Bauch-Entscheidung’, die ich nicht bereut habe. Bis 42 habe ich mit Freude in der Industrie im Marketing gearbeitet und bin dann – wie viele andere Männer – mit Anfang 40 in eine Krise geraten. Bei mir waren es Panikattacken. Hier konnte mir kein Psychologe oder Arzt helfen. Damit hat mich das Leben erst mal hinausgeführt aus diesem Arbeitsbereich.

Danach bin ich erst mal in mich gegangen und war ein paar Monate wandern, um zu mir zu kommen. Eine innere Stimme sagte mir, dass ich nach München gehen soll, um eine Therapieform zu lernen (Reinkarnationstherapie), die ich selbst als Klient am Ende meiner Tätigkeit in der Wirtschaft vier Wochen kennengelernt hatte. Während meiner einjährigen Ausbildung merkte ich, dass ich das im Innern bereits kannte. Dass ich ganz gut reden kann, hatte ich bereits in der Industrie gemerkt. Es hat sich dann sehr schnell ergeben, dass ich etwas vermitteln konnte, was ich in mir als Wissen vorfand und das machte mir Freude. In dieser Zeit hat mich der „Kurs in Wundern“ auch sehr begleitet und nach einem seiner vielen Schlüsselsätze „Lehre das, was du lernen willst“ machte ich mich damals auf meinen Weg.





Seit 1998/1999 halte ich mit großer Freude Vorträge, mit anfangs 10 – 20 Besuchern, und ich habe gemerkt, dass es das ist, was mein Herz zum Singen bringt. Das habe ich dann weitergemacht. Parallel dazu habe ich die Therapie, die ich gelernt habe, sehr verändert und die „Transformationstherapie“ entwickelt und mich hierbei aus verschiedenen Quellen bedient. Neben dem „Kurs in Wundern“ las ich u.a. auch Walsch, Osho und den geistigen Lehrer P´taah, was mir alles als sehr stimmig erschien. Ich habe das herausgeholt, was mit meinem Herz übereinstimmte und habe es mit meinen eigenen Worten weitergegeben und ich habe sofort gemerkt, dass die Menschen das verstanden. Bei den Vorträgen hilft es sehr, komplexe Zusammenhänge mit einfachen Worten verständlich zu machen.

Alex Miller: Sie haben persönliche Krisen angesprochen. Burnout-Erkrankung ist derzeit so ein Phänomen, bei dem viele Menschen auf ihren Weg gebracht werden, wo das Leben zwangsweise in eine andere Richtung geht, ob man will oder nicht…

Robert Betz: Genau, sie werden da erst mal flach gelegt, haben einen Stillstand, können nach innen gehen, sich besinnen und über die Besinnung können Sie dann auf einen neuen Weg kommen, wenn Sie die Chance nutzen.

Alex Miller: Es gibt so viele verschiedene Religionen, an denen die Menschen sich orientieren können. Warum suchen die Menschen derzeit so viel nach Alternativen? Sie füllen mit Ihren Vorträgen mittlerweile große Hallen, die Menschen lesen Bücher über Spiritualität, Transformationsprozess, Bewusstseinserweiterung, dem Phänomen 2012, dem Erwachensprozess der Erde etc. Wie erklären Sie sich dieses derzeit so enorme Interesse an diesen Themen?

Robert Betz: Das hat verschiedene Gründe. Das Interesse des Menschen an einem glücklichen Leben war immer schon vorhanden. Aber wir leben heute in einer anderen Zeitqualität, d.h. wir haben hier in Deutschland bzw. in Europa einen sehr hohen Lebensstandard, haben sehr viele Konsummöglichkeiten, die Grundlebensbedürfnisse sind im allgemeinen gesichert. Wir haben weit mehr als wir brauchen.

Dazu kommt, dass wir aus der Nachkriegszeit resultierend sehr ins „Leisten, Machen und Tun“ gegangen sind. Das ist noch immer das Routineverhalten im Leben vieler Menschen. Und sie spüren dann, dass sie, obwohl sie viel tun und viel haben, dann doch im Herzen unerfüllt bleiben. Das ist ein Grund. Ein weiterer Grund ist, dass wir in einer anderen Zeitqualität leben. Wir leben in einer Zeit, in der jetzt die Herzen angestupst werden. Die Transformationszeit ist eine Zeit der Liebe, die jeden Menschen jetzt auffordert, sich zu fragen „Was treibst du da eigentlich? Stimmt das, was du da machst?“ Diese Kombination aus innerer Leere, unerfüllt sein und der steigenden Schwingung auf Mutter Erde bringt die Dinge zusammen und führt den Menschen jetzt auch über Krisen wie Krankheiten der Psyche und des Körpers, unter anderem durch Depression oder Burnout zu einem Punkt, wo es einfach nicht mehr weiter geht.

Und diejenigen, die noch nicht krank sind, haben die Sehnsucht nach einem glücklichen Leben. Sie fragen sich, ob es möglich wäre, ein glückliches Leben zu führen? Und da kommen jetzt viele Menschen raus aus den ‚alten Schuhen’ – die einen über Krisen, die anderen, weil sie der Stimme ihres Herzen folgen. Das ist sehr verständlich jetzt, denn wir leben in einer tollen und segensreichen Zeit. Deswegen sind die Säle mit Zuhörern voll und die Seminare ausgebucht.

Alex Miller: Sie sprechen in Ihren Vorträgen davon, dass der Mensch der Schöpfer seiner eigenen Realität ist. Ich verstehe das so, dass ich für alles, was mir in meinem Leben passiert, selbst verantwortlich bin. Dennoch, weil es ein oft diskutiertes Thema auf 2012Spirit ist, die Frage, ob das Leben vielleicht doch in gewisser Weise vorherbestimmt ist, z.B. ob es vorherbestimmte Fixpunkte im Leben jedes Menschen gibt, die man sich selbst auf einer anderen Ebene ausgesucht hat. Oder die auch durch Karma aus früheren Leben bedingt sind. Wie sehen Sie das?

Robert Betz: Mit Sicherheit kommen wir nicht als unbeschriebenes Blatt auf die Erde. Wir wissen heute, jedenfalls sind sich viele darüber einig und spüren das mit ihrem Herzen, dass wir sehr viele Leben gelebt haben und leben. Man muss es als Strang der unterschiedlichen Leben zusammen sehen, also dieses Leben einbetten im Zusammenhang mit anderen Leben. Deswegen kommen wir mit bestimmten Vorgaben auf die Erde, aber nicht von irgendeinem Gott gegeben, sondern wir haben uns dafür selber entschieden, in diesem Leben bestimmte Hauptaufgaben zu lösen, und in dieser Inkarnation auch vieles aus anderen Leben aufzulösen (Verstrickungen, Blockaden etc.). Es geht einerseits ums Auflösen und andererseits aber auch darum, die Schätze, die wir uns in anderen Leben erarbeitet haben, jetzt zum Blühen zu bringen. Es geht um beides gleichermaßen. D.h. ich suche mir meine Familie, mein Thema, meinen Geburtsort aus. Ich suche mir die Ausgangs-, sozusagen die „Pole Position“ meines Lebens aus und in die werde ich hineingeboren. Es ist ein Leidensweg im Unbewussten, den jeder Mensch erst mal geht, dann dieser Weg in die Abhängigkeit von machtvollen Eltern – denn Kindheit ist ja eine Zeit der Abhängigkeit. Das suchen wir uns aus. Es sind Seelenpartner (Vater, Mutter, Bruder, Schwester), das ist alles vorbestimmt, und zwar nicht von jemand anders, sondern von uns selbst.


Das bekommt dann schon einen ganz anderen Geschmack, wenn ich sage „Ich habe mich entschieden, in diese Ausgangsposition hineineingeboren zu werden. Und das Grundthema kann sein: Wenn jemand in einem anderen Leben sehr stark mit Macht zu tun hatte (Macht und Ohnmacht), dann ist der Wunsch der Seele in dieser Inkarnation, das aufzulösen. Dazu sagt die Geistige Welt, mit der ich in Kontakt bin, dass sich Karma jetzt generell auflöst. Wir sind jetzt an einem Punkt der menschlichen Entwicklung angekommen, wo sich die alten Verstrickungen aus allen anderen Leben auflösen. Eine Kraft jedoch geht über Karma und die nenn ich: Gnade. D.h. der Mensch, der jetzt sein Herz öffnet und mit Liebe die Verantwortung für seine bisherigen Schöpfungen übernimmt und bereit ist, sich zu erinnern an das, was er wirklich ist – an die Liebe – der wird dabei sehr unterstützt, dieses Karma jetzt aufzulösen und auch dabei, jetzt wieder ins Bewusstsein seiner Göttlichkeit zu gelangen. Das ist das Kernthema dieser Transformation. Der Mensch wird erinnert, dass er von Haus aus ein spirituelles Wesen, ein Geistwesen, ist, bestehend aus Licht und Liebe, der ewig lebt, und nicht weniger als göttlich ist. D.h., dass der Mensch Liebe ist – und genau das passiert jetzt.

Alex Miller: Haben wir also deswegen so viel Chaos auf der Erde, weil sich eben das Karma momentan auflöst?

Robert Betz: Nein, diesen Zusammenhang würde ich nicht so sehen. Wir haben so viel Chaos auf der Erde, weil wir auf diesem Weg des unbewussten Lebens jetzt an die Grenzen kommen. Wir brauchen, wie bei jedem großen Umbruch, oft extreme Situationen, in denen wir spüren „So geht´s nicht weiter!“. Ob dies in der Wirtschaft ist oder im Privatleben einer Frau oder eines Mannes. So lange es uns gut geht, haben wir nicht den Drang, irgendetwas ändern zu müssen. So lange es einigermaßen geht, sagt der Mensch „Es geht doch noch!“. Und wenn es dann nicht mehr geht (körperlich, psychisch, Beziehung, Arbeitsumfeld), dann ist auf einmal der Impuls da, dass ich doch mal nach innen gehen und schauen muss, welchen Weg es denn da noch gibt.

Und zwar in jedem Umbruch. Nehmen wir z.B. mal das Ende des 2. Weltkrieg, 1945 im zerstörten Europa. Wenn ich mit Ihnen 1945 inmitten der Ruinen in Deutschland gestanden wäre und gesagt hätte, dass jetzt eine lange Zeit des Friedens und des Wohlstandes beginnt, hätten Sie mir den Vogel gezeigt (lacht). Und genauso ist das jetzt. Die einen haben die Negativbrille auf, mit dunklen Gläsern, und sagen, es wird alles immer schlimmer. Ich sage dann immer

„Wart´s ab, nimm ein bisschen Abstand. Kann es sein, dass das, was scheinbar immer schlimmer wird, die Bühne für die Geburtsstätte einer neuen Welt ist?“

Und genau davon bin ich absolut überzeugt.

Alex Miller: Ihre „Grundhaltung“ beschreiben Sie als „christlich-spirituell“. In der christlichen Auffassung ist Gott derjenige, um den wir für unser Heil bitten sollen und der „über uns richtet – zumindest nach meiner Auffassung. Ist das denn nicht ein Widerspruch – das ist nicht abwertend gemeint – wenn man sagt, dass man der Schöpfer seiner eigenen Realität ist?

Robert Betz: Das ist kein Widerspruch. Denn das ist das, was die Kirchen, was die Religionen sagen. Aber das hat nichts mit echtem Christentum zu tun. Das Christentum, zurückgehend auf Jesus Christus, besagt, dass Gott pure Liebe ist. Und dass Gott „richtet“ hat auch Jesus Christus nie gesagt, sondern dass wir eins sind und wir aus der Quelle Gott/Göttin kommen und Gott die allumfassende Liebe ist. Gott als unser Schöpfer/Schöpferin hat ein hohes Interesse daran, dass seine Schöpfungen – und das ist auch ein Gesetz – zu ihrem Schöpfer zurückkehren, und das heißt jetzt aufzuwachen, in das Bewusstsein, das jeder von uns aus der Liebe, aus Gott stammt und eins mit ihm ist. Und genau das findet jetzt statt. Alles andere, was die Kirchen daraus gemacht haben ist großer Mist.

Alex Miller: Sie sprechen oft von notwendigen Veränderungen, die der Mensch vornehmen soll, damit er glücklich leben kann. Wenn man seinen Job kündigt, sich von seinem Partner trennt, sich von anderen Freundschaften verabschiedet, kommt man meistens vom Regen in die Traufe. Viele Dramen wiederholen sich im Leben. Wie kann ich spüren, was für mich nicht mehr „stimmig“ und welche Entscheidung die Richtige ist?

Robert Betz: Es geht nicht darum, sich einfach von den bestehenden Verhältnissen zu trennen. Es geht um die Frage „Was stimmt noch für dich, was stimmt noch mit deinem Herzen überein?“. Wenn du in einer Ehe seit 10 oder 20 Jahren lebst und du spürst schon seit 5 oder 10 Jahren, es ist ‚tote Hose’ und da ist keine Liebe mehr, kein Respekt, dann ist das mit Sicherheit ein Zeichen dafür, etwas zu ändern. Was nicht immer heißen muss, sofort da „rauszugehen“. In Firmen ist es nichts anderes, denn viele Menschen arbeiten in einem Job, den sie nicht lieben. Und ich sage das in meinen Vorträgen immer wieder: „Bleib noch ein bisschen drin und schau, was du in dieser Situation noch lernen kannst“. Und frag dich: „Kann ich vielleicht in mir etwas ändern?“. Und vor allem „Bin ich dazu bereit, das Alte zu würdigen?“ Das ist für mich eine ganz wichtige Frage. Ob in der Beziehung oder im Job oder woanders… Das Alte will gewürdigt werden. Was „wurde“ ,will gewürdigt werden, es will „rund“ gemacht werden. Und dann geht der Wechsel sehr schnell.

Diese Vom-Regen-in-die-Traufe-Geschichte, die Sie nannten, spielt sich natürlich sehr häufig ab, wenn ich per Kopf versuche, mein Leben zu ändern und nicht dem Herzen folge. Aus irgendeinem Chaos auszusteigen, in der Hoffnung dass es besser wird, ist noch ein sehr unbewusstes Verhalten. Das haben wir sehr oft, das sind die Wiederholungen. Ich lass meine Frau, meinen Mann zurück, suche mir jemand anderen – patsch – häng ich wieder in der Scheiße drin, auf Deutsch gesagt. Das kann es nicht sein im Sinne eines bewussten Menschen, der weiß, dass jede Schöpfung und jede Erfahrung ihren guten Sinn hat. Das, was ich gestern oder in den letzten 10, 20, 30 Jahren erlebt habe, ist der Nährboden für morgen. Wenn ich das wertschätze und als Schatz sehe, sind die dicksten Krisen und die größten Schmerzen Perlen der Weisheit. Und dann kann das Neue kommen. Wenn ich mit Wut auf meinen Ex-Partner/In, meinen Vater, meine Mutter, meinen letzten Job, meine Firma in die Zukunft gehe, dann muss ich zwangsläufig wieder auf die Schnauze fallen. Dann habe ich nichts gelernt und muss die Erfahrung wiederholen. Darum muss sich jede unfriedliche Vergangenheit, die in mir gespeichert ist, solange wiederholen – in Form von Konflikten und Ärger – bis ich sie rund gemacht und sie gewürdigt habe – und auch mir selbst vergeben habe und allen anderen. Ein Mensch, der mit Groll und Gram durchs Leben läuft und sich ständig Vorwürfe macht, er wäre zu blöd… der geht mit diesem Blödheitsbewusstsein nicht in eine gute Zukunft. Er darf sich das vergeben. Er darf sich sagen „Ich habe es so gut gemacht, wie ich konnte“. Das ist sehr wichtig für die Zukunft.

Alex Miller: Beruf kommt von Berufung. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, stelle ich vermehrt fest, dass Menschen in ihren erlernten Berufen nicht mehr glücklich sind. Viele sagen, dass sie sogar auf einen Teil ihres Gehalts verzichten würden, wenn sie dafür mehr Freizeit hätten oder sich mehr um ihre Familie kümmern könnten. Geld scheint für viele Menschen immer weniger an Wert zu haben. Ist das der Zeitgeist?

Robert Betz: Ich sehe das eher als die Erkenntnis, dass wir nicht für Geld arbeiten. Das war ein Motiv, mit dem wir erzogen wurden. So werden ja schon Kinder erzogen, wenn sie für gute Noten eine Belohung in Form von Geld bekommen, was absoluter Unsinn ist. Das ist quasi Erziehung zur Korruption. D.h. für Geld zu arbeiten ist heute kein ausreichendes Motiv mehr. Der Mensch kann eine Gehaltsverdoppelung bekommen, aber er würde dafür nicht doppelt so viel arbeiten und auch nicht doppelt so viel Freude in seinem Leben vorfinden. Sondern er wird nur dann Freude und Erfüllung vorfinden, wenn er spürt, dass ihm diese Arbeit Freude macht, er sich hier am richtigen Platz befindet, er in einer positiven, wertschätzenden Verbindung mit seinen Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten und dieser Firma steht, morgens mit Freude an den Arbeitsplatz geht und abends nicht erschöpft nach Hause kommt. Zu wissen, dass er was Schönes gemacht hat, alleine – und mit anderen. Dem Geld wird viel zu viel Wert beigemessen, denn das Geld ist eine Motivation von Außen – es ist eine externe Motivation. Das andere, die Befriedigung an der Arbeit, an der Gemeinschaft einer Firma, kommt von Innen. Und nur das führt zu einem erfüllten Leben. Die Fragestellung ist also nicht, ob weniger Geld und mehr Freizeit, denn da wird wieder eine Trennung gemacht (Freizeit: gut – Arbeit: schlecht). Dieses trennende Denken führt da nicht zu einer größeren Erfüllung bei der Arbeit.

Alex Miller: Welche Eigenschaften sollten zwei Menschen in einer perfekten Partnerschaft haben, gibt es überhaupt eine perfekte Partnerschaft?

Robert Betz: Perfektion ist Quatsch für uns Menschen. D.h. der Mensch, der perfekt sein will, läuft mit seinem Perfektionismus jetzt auch vor die Wand. Viele, ich schätze ein Drittel aller Kinder, haben sich entschieden, perfekt sein zu wollen und das hatte aus der Kindersicht einen guten Grund, denn sie haben gedacht, wenn sie perfekt sind, werden sie gelobt und nicht mehr bestraft. Insofern ist das naives Kinderdenken, dem viele Erwachsene noch hinterherlaufen. Ich würde den Begriff einer „perfekten Partnerschaft“ nicht verwenden, denn es gibt bewusste Partner und unbewusste Partner, unreife Partner und reifere Partner. Und auch das ist keine Wertung, sondern jede Partnerschaft beginnt mit unreifen Menschen und eine Partnerschaft ist etwas Wichtiges um zu erkennen, was uns da antreibt hin zum anderen. Was motiviert mich dabei, eine Partnerschaft oder eine Ehe einzugehen. Darüber habe ich viel geschrieben im Buch „Wahre Liebe lässt frei“. Da gibt es so viele unwahre Grundgedanken, wie z.B. dass ich einen Partner brauche, oder dass mich ein anderer glücklich machen kann usw. Oder auch diese Sucht, diese Bedürftigkeit nach Anerkennung und Liebe vom anderen. Die Grundursache für das Leid vieler Partnerschaften ist, dass da zwei Menschen sind, die sich selbst nicht lieben. Das kann zusammen auch nicht gut gehen. Deswegen brauchen wir die Partnerschaft, wie auch andere Bühnen des Lebens, z.B. in der Firma, bei der Arbeit, damit wir anderen Menschen begegnen, und wir in der Begegnung mit anderen erkennen, wer wir sind. „Enttäuschungen“ in der Partnerschaft können im guten Fall dazu führen, dass ich erkenne, dass ich mich „getäuscht“ habe. Verlassen werden vom Partner oder gekündigt werden von der Firma kann bedeuten, dass ich mich selbst verlassen habe, dass ich mir nicht treu war, meinem eigenen Herzen gegenüber. Und darum sind Partnerschaft und Firma wunderbare Bühnen für Selbsterkenntnis, Selbstentwicklung und Reife.

Alex Miller: Kommen wir auf den Zeitenwandel näher zu sprechen. Die Menschheit befindet sich derzeit in einem schlimmen Konflikt mit der Natur, dies prophezeiten auch schon die Maya. Was kann jeder einzelne Mensch tun, damit sich Erde und Mensch wieder im Gleichgewicht befinden, in einer Welt, in der für die meisten Menschen – zumindest in den Industriestaaten – nur das Geld zählt?

Robert Betz: Ich bin nicht der Meinung, dass sich der Mensch im Konflikt mit der Natur befindet. Der Mensch befindet sich in einem Konflikt mit sich selbst, mit seiner Ur-Natur, mit seiner Liebesnatur, die er vergessen hat. Er hat vergessen, wer er ist. Was auf Mutter Erde passiert, ist nur ein Spiegel dessen, dass der Mensch aus diesem Grundwissen und der Grundverbindung zu sich selbst, von Mutter Erde und Vater/Mutter Gott gerutscht ist. D.h. ich sehe die Zukunft von Mutter Erde positiver als die meisten Anderen. Mutter Erde ist weiß Gott nicht kurz vor dem Kollaps, auch wenn das gerne viele so schwarz malen. Aber das Wichtige ist, dass der Mensch sich wieder besinnt, dass er ein spirituelles und geistiges Wesen ist, das von Gott kommt, freiwillig hier inkarniert in einen Körper, und er deswegen freiwillig auf Mutter Erde ist. Ebenso ist es wichtig, dass sich der Mensch über diesen Körper, über den er ja eine starke Verbindung zu Mutter Erde hat, wieder in diese Verbindung Gott-Mensch-Erde hineinstellt und sagt:

„Ja, da bin ich, ich bin ein Wesen des Himmels, inkarniert im Körper, in Fleisch und Blut auf Mutter Erde. Und hier verbinde ich den Geist, die Liebe mit diesem Irdischen und mache keine Trennung mehr zwischen Geist und Materie“.

Es ist sehr wichtig, dass der Mensch sich erinnert, wo er herkommt, wozu er hier ist, und dann in die liebende Verbindung zur Mutter Erde, auch zu den Engeln der Natur, zu den Elfenwelten wieder kommt. Die Menschen hatten zu diesen Wesen, wie auch zu den Engeln und Erzengeln eine sehr nahe, lebendige und sehende Beziehung. Kleine Kinder können heute noch Engel und Elfen sehen.

Alex Miller: Meine Tochter, 11 Jahre alt, spricht häufig davon, wie sie oft Besuche von ihren Engeln bekommt.

Robert Betz: Genau, für Kinder ist dies normale Realität, das sind keine Märchengeschichten von Kindern. Da darf der Mensch wieder sehr einfach und ehrlich werden und in die Einfachheit zurück kommen. Und diese Schleier werden jetzt gehoben. Dieses Auge, es ist das Erste Auge, nicht das Dritte Auge, wird jetzt bei immer mehr Menschen geöffnet und dann können wir hinter die Fassade schauen. Was wir mit unseren beiden anderen Augen sehen, ist völlig verzerrt und nur ein kleiner Bruchteil der Wirklichkeit.

Alex Miller: Am 21.12.2012 soll laut den Maya die Welt zwar nicht untergehen, aber dafür soll sich die uns bekannte Zeit verändern, so wie sie bisher kannten. Ist für Sie 2012 ein besonderes Jahr im Transformationsprozess?

Robert Betz: Natürlich. Es ist DAS Jahr. Zwar nicht unbedingt der 21. Dezember, sondern das, was da beschrieben wird, findet während des ganzen Jahres statt. Das ganze Jahr 2012 ist das Jahr des größten Umbruchs in der Menschheitsgeschichte. Es geschieht ein Prozess, nicht nur jetzt, sondern auch noch 2013 oder 2014, der aber sehr kompakt ist und von dem unser Verstand keine Ahnung hat.

Es geschieht ein Quantensprung im menschlichen Bewusstsein.

Der Mensch erwacht und erkennt, woher er kam, warum er hier ist, und er erinnert sich an seine Göttlichkeit. Er wird sein Leben ändern. Auf Mutter Erde passieren wahrscheinlich auch eine ganze Reihe von Dingen, jedoch ist für mich wichtig, dass 2012 oder 2013, 2014 keinen Katastrophencharakter hat, sondern einen sehr zu begrüßenden Aufstiegscharakter – also für uns Menschheit extrem segensreich.

Alex Miller: Welche Visionen für die Menschheit haben Sie für die Neue Zeit?

Robet Betz: Ich habe keine Visionen, aber ich weiß aus meinem Herzen, dass wir besten Zeiten entgegen gehen, in einer Menschheit, in der wir uns wieder wie heilige und göttliche Brüder und Schwestern begegnen und hier auf einer Neuen Erde leben. Da brauch ich mich mit Visionen gar nicht anzustrengen (lacht). Es wird einfach ein freudiges Erlebnis, bei dem sich die Geistige Welt und die Engel darüber freuen werden, wie auch die ganze Welt, die Naturwesen und Mutter Erde über den gemeinsamen Aufstieg von Mutter Erde und der Menschheit in die Wiedererinnerung und die Wiederanbindung an die Liebe.

Alex Miller: Abschließende Frage: Was ist für Sie der Sinn des Lebens? Oder „Wozu sind wir hier auf der Erde?“

Robert Betz: Das kann man sicherlich tausendfach beantworten. Eine Antwort ist sicherlich, dass der Mensch auf der Reise durch das Leben zu sich selbst ist. Wie ich schon angedeutet habe, gehen wir in die Wiedererinnerung, in das Entdecken unserer Liebesnatur, in das Friedenmachen mit dem Alten und das Leben unseres ganzen Potenzials, dem Liebe- wie auch dem Potenzial unserer Talente. Sie haben vorhin „Berufung“ angesprochen, das heißt eben vor allem auch dem Ruf des Herzens folgen, seine Berufung finden. Mit seinen Gaben, die man in sich trägt, und mit seinen Begabungen in die Welt gehen und sich wieder hier mit dieser Erde zu verbinden, um dann sagen zu können:

„Wir haben es gut gemacht, wir sind sehr viele Wege gegangen, haben Tausende Leben gelebt und in diesem Leben (bezogen auf dieses jetzige Leben) machen wir die Dinge richtig rund und feiern eine große Party“.

Alex Miller: Das ist ein sehr schönes Schlusswort, dem ich mich gerne anschließe. Vielen Herzlichen Dank Herr Betz für dieses ausführliche Interview und Ihnen alles Gute.

Das Interview führte Alex Miller / www.2012Spirit.de (Autor des Buches „Transformation der Zeit“, Synergia Verlag, 2. Auflage, erschienen Feb´ 2012)


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